Mojito als Longdrink: Rezept mit Minze, Limette und Soda

4,5 cl weißer Rum, 2 cl frischer Limettensaft, 6 Minzzweige und 2 TL weißer Rohrzucker nach IBA-Rezept. Mit Soda aufgefüllt, auf Eis serviert und mit einem zusätzlichen Minzzweig sowie einer Limettenscheibe garniert.

Menge
1 Glas
Glas
Highball
Zutaten
8
Alkohol
mit Alkohol

Von

Veröffentlicht

Zutaten

  • 4,5 clRumweißer kubanischer Rum
  • 2 clLimettensaftfrisch gepresst
  • 6 ZweigeMinzeGrüne Minze, zum Andrücken im Glas
  • 2 TLRohrzuckerweiß
  • zum AuffüllenSodaSodawasser
  • Glas vollEiswürfel
  • 1 ZweigMinzezusätzlich, zum Garnieren
  • 1 ScheibeLimettezum Garnieren

Du brauchst: Highball

Zubereitung

  1. Minzzweige, Rohrzucker und Limettensaft in ein Highball-Glas geben und die Minze sanft andrücken, bis sich der Zucker gelöst hat. Die Blätter dabei nicht zerreißen.

  2. Einen Spritzer Soda dazugeben und das Glas mit Eis füllen.

  3. Den Rum eingießen, mit Soda auffüllen und sanft umrühren.

  4. Mit einem Minzzweig und einer Limettenscheibe garnieren.

Der Mojito ist streng genommen ein Cocktail, der im hohen Glas als Longdrink serviert wird: Rum, frischer Limettensaft, Zucker und Minze, aufgefüllt mit Soda. Die Mengen oben folgen dem offiziellen Rezept der Internationalen Barkeeper-Vereinigung IBA.

Die Mengen und warum es kein Mischverhältnis gibt

Die IBA nennt 45 ml weißen kubanischen Rum, 20 ml frischen Limettensaft, sechs Minzzweige und zwei Teelöffel weißen Rohrzucker. Soda kommt ohne feste Menge dazu: erst ein Spritzer, am Ende wird aufgefüllt. Weil die Sodamenge offen ist, zeigen wir keine Verhältnisgrafik. Ein Glas nennt die IBA nicht; wir servieren den Mojito im Highball-Glas, wie Bacardí.

Die Rum-Hersteller weichen ab: Bacardí nennt auf seiner deutschen Seite 50 ml Rum, 25 ml Limettensaft, zwei Teelöffel weißen Zucker, zehn Minzblätter und 25 ml Soda auf Crushed Ice. Havana Club nimmt 40 ml Rum, 20 ml Limettensaft, zwei Teelöffel Zucker, zwei große Minzzweige und 80 ml Soda auf Eiswürfeln.

Die richtige Minze

In Kuba wird eine milde Minze verwendet, die dort Hierbabuena heißt. Welche Art das botanisch genau ist, wird unterschiedlich angegeben. Außerhalb Kubas ist Grüne Minze (Spearmint) der übliche Ersatz, mit etwas kräftigerem Minzaroma.

Drücke die Minze mit Zucker und Limettensaft nur sanft an, damit sie ihre ätherischen Öle abgibt. Die Blätter sollen dabei nicht zerrissen werden; auch Bacardí spricht von behutsamem Andrücken.

Zucker und Eis

Die IBA verwendet weißen Rohrzucker, der sich im Limettensaft auflöst. Zuckersirup löst sich schneller; etwa 1,5 bis 2 cl statt Rohrzucker sind eine optionale Variante (siehe Varianten). Brauner Zucker gehört nicht zum IBA-Rezept; Rohzucker wie Demerara kennt Wikipedia nur bei der Variante Dirty Mojito.

Unser Rezept verwendet Eiswürfel. Die Quellen sind sich dabei nicht einig: Die IBA schreibt nur von Eis, Bacardí nimmt Crushed Ice, Havana Club Eiswürfel. Die größere Oberfläche von Crushed Ice kann die Kühlung und das Verwässern beschleunigen.

Häufige Fehler

  • Minze zerreißen: Die Blätter sollen nur angedrückt werden, damit sie ihr Aroma abgeben, nicht zerrissen.
  • Zucker nicht aufgelöst: Den Zucker zuerst im Limettensaft auflösen, bevor Eis und Rum dazukommen.
  • Limettensaft aus der Flasche: Frisch gepresster Saft schmeckt deutlich frischer.
  • Zu viel Soda: Der Drink wird dünn. Lieber wenig Soda nehmen und abschmecken.

Varianten

  • Variante mit Crushed Ice: So mixt ihn Bacardí. Die größere Oberfläche kann die Kühlung und das Verwässern beschleunigen. Standard in unserem Rezept sind Eiswürfel.
  • Variante mit Zuckersirup (optional): Etwa 1,5 bis 2 cl Zuckersirup statt der zwei Teelöffel Rohrzucker. Das IBA-Rezept verwendet weißen Rohrzucker.

Alkoholfreie Variante

Ohne Rum wird aus dem Mojito ein Virgin Mojito: Minze, Limettensaft und Zucker wie im Rezept, dann mit mehr Soda auffüllen. Die IBA nennt dafür kein Rezept.

Herkunft

Der Mojito stammt aus Havanna, seine genaue Entstehung ist aber nicht geklärt. Oft wird er auf ein Getränk namens "El Draque" zurückgeführt, benannt nach einem englischen Seefahrer namens Drake: Havana Club nennt Francis Drake, Bacardí Richard Drake. Belegt ist diese Geschichte nicht. Als Vorläufer gilt außerdem ein Heilgetränk aus Zuckerrohrschnaps (Aguardiente), Limette, Zuckerrohrsaft und Minze. Auch der Satz "My mojito in La Bodeguita, my daiquiri in El Floridita", der Ernest Hemingway zugeschrieben wird, gilt unter seinen Biografen als zweifelhaft (Wikipedia).

Häufige Fragen

Ist ein Mojito ein Longdrink oder ein Cocktail?

Mit Limettensaft, Zucker und Minze enthält er mehr als Spirituose und Filler und gilt deshalb eher als Cocktail. Wegen des Volumens und des hohen Glases wird er oft zu den Longdrinks gezählt.

Welches Mischverhältnis hat ein Mojito?

Keins im engeren Sinn, weil die Sodamenge nicht festgelegt ist. Nach IBA kommen auf 4,5 cl Rum 2 cl Limettensaft.

Welche Minze nimmt man für Mojito?

Eine milde Minze. Außerhalb Kubas ist Grüne Minze (Spearmint) üblich.

Crushed Ice oder Eiswürfel?

Unser Rezept verwendet Eiswürfel, Crushed Ice ist eine Variante. Die IBA legt sich nicht fest, Bacardí nimmt Crushed Ice, Havana Club Eiswürfel.

Mehr Klassiker findest du in der Übersicht Longdrinks: die Klassiker mit Rezept und Mischverhältnis und unter allen Rezepten. Ebenfalls mit weißem Rum: der Cuba Libre. Auch mit frischer Minze: der Hugo.

Quellen

Fachlich geprüft am 19. Oktober 2026.

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