Gin mit Tonic, mit Ginger Ale oder mit Zitrone, Zucker und Soda: Hier vergleichen wir die Gin-Longdrinks Gin Tonic, Tom Collins und Gin Ginger mit belegten Mengen und zeigen, welcher Gin und welcher Filler in welchen Drink gehört.
- Gin + FillerTonic, Ginger Ale oder Soda machen den größten Teil des Drinks aus.
- Oft 1:3So mischen Fever-Tree Gin Tonic und Gin Ginger. Der Tom Collins hat kein einfaches Verhältnis.
- Viel EisAlle drei Drinks kommen auf reichlich Eis.
Unsere Gin-Longdrinks
Gin Tonic, Tom Collins und Gin Ginger im Vergleich
| Drink | Gin | Filler | Weitere Zutaten | Verhältnis | Glas | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gin Tonic | 5 cl Dry Gin | 15 cl Tonic Water | Limettenspalte (unsere Wahl) | 1:3 | Highball | Fever-Tree |
| Tom Collins | 4,5 cl Old Tom Gin | 6 cl Soda | 3 cl Zitronensaft, 1,5 cl Zuckersirup, Zitronenscheibe, Maraschino-Kirsche | - | Highball | IBA (John Collins) |
| Gin Ginger | 5 cl Gin | 15 cl Ginger Ale | Orangenscheibe | rechnerisch 1:3 | Copa (bei uns Ballonglas) | Fever-Tree |
Was die drei Drinks unterscheidet
Alle drei sind Gin mit einem Filler auf Eis, den Charakter bestimmt aber der Filler:
- Gin Tonic: bitter durch das Chinin im Tonic Water. Nur zwei Zutaten, deshalb entscheiden Verhältnis, Gin und Tonic über den Geschmack.
- Tom Collins: sauer und süß durch frischen Zitronensaft und Zuckersirup, aufgefüllt mit Soda, eine Art spritzige Zitronenlimonade mit Gin.
- Gin Ginger: Ginger Ale statt Tonic Water. Schweppes beschreibt sein Ginger Ale mit "feiner Ingwernote", damit steht der Ingwer stärker im Vordergrund als die Bitterkeit.
Welcher Gin?
Gin ist eine Spirituose, die mit Wacholderbeeren aromatisiert wird. In der EU muss Gin nach der Spirituosenverordnung (EU) 2019/787 mindestens 37,5 % vol haben; das gilt auch für destillierten Gin und London Gin.
- Dry oder London Dry Gin ist der übliche Gin für den Gin Tonic. Fever-Tree nennt in seinem Rezept Dry Gin, Diageo und Bombay mixen ihn mit ihren London Dry Gins Tanqueray und Bombay Sapphire.
- Old Tom Gin gehört in den Tom Collins, so die IBA. Old Tom ist ein Gin-Stil aus dem England des 18. Jahrhunderts, etwas süßer als London Dry Gin und etwas trockener als Genever. Mit London Dry Gin wird aus dem Drink streng genommen ein John Collins.
- Für den Gin Ginger nennt Fever-Tree einfach Gin, ohne einen bestimmten Stil.
Die Filler: Tonic, Soda, Ginger Ale
Tonic Water ist eine leicht bittere Limonade mit Chinin. Indian, mediterrane, aromatische und Light-Tonics verändern den Gin Tonic deutlich. Was sie unterscheidet, wie viel Zucker drinsteckt und wer auf Chinin verzichten sollte, steht im Ratgeber Tonic Water: Sorten, Unterschiede und Chinin.
Soda ist neutrales Sodawasser. Im Tom Collins bringt es nur Kohlensäure und Volumen, den Geschmack machen Zitrone und Zucker.
Ginger Ale ist milder als Ginger Beer. Schweppes beschreibt sein Ginger Ale als Erfrischungsgetränk mit Ingwerauszug und "feiner Ingwernote", sein Ginger Beer dagegen als "kräftiger, würzig-scharfer Ingwergeschmack". Mit Ginger Beer, Limette und Minze entsteht der Gin Mule, ein eigener Drink, der dem Moscow Mule näher steht als dem Gin Ginger.
Das Mischverhältnis
Beim Gin Tonic nennen die Hersteller Verhältnisse von 1:2 bis 1:4. Unser Rezept folgt Fever-Tree mit 1:3, also 5 cl Gin auf 15 cl Tonic Water. Beim Gin Ginger nennt Fever-Tree dieselben Mengen mit Ginger Ale, rechnerisch ebenfalls 1:3; Diageo nimmt für den Tanqueray & Ginger mehr Filler, rechnerisch 1:4.
Beim Tom Collins hilft ein Verhältnis aus Gin und Filler wenig, weil Zitronensaft und Sirup den Drink prägen. Hier hältst du dich an die Mengen der IBA: 4,5 cl Gin, 3 cl Zitronensaft, 1,5 cl Zuckersirup und 6 cl Soda.
So mixt du einen Gin-Longdrink
- Das Glas mit Eis füllen. Fever-Tree füllt es für den Gin Tonic bis oben mit großen Eiswürfeln.
- Den Gin eingießen, beim Tom Collins auch Zitronensaft und Zuckersirup.
- Mit dem gut gekühlten Filler auffüllen. Beim Gin Tonic und Tom Collins einmal sanft umrühren; beim Gin Ginger rührt Fever-Tree gar nicht.
- Garnieren: Limette beim Gin Tonic, Zitronenscheibe und Kirsche beim Tom Collins, Orangenscheibe beim Gin Ginger.
Weitere Gin-Klassiker
Zu diesen Drinks haben wir noch kein eigenes Rezept, sie helfen aber bei der Einordnung:
- John Collins: dieselben Mengen wie der Tom Collins, bei der IBA mit Gin ohne Angabe des Stils. Laut Difford's Guide steht der Name heute für die Fassung mit London Dry Gin, ursprünglich wurde er mit Genever gemixt.
- Gin Fizz: Gin, Zitronensaft und Zuckersirup, laut IBA mit Eis geschüttelt, in einen schmalen Tumbler abgeseiht, mit nur einem Spritzer Soda und ohne Eis serviert.
- Gin Mule: Gin mit Ginger Beer, Limettensaft und Minze, siehe die Unterschiede im Rezept Gin Ginger.
Häufige Fehler
- Zu wenig Eis: Ein halb gefülltes Glas wird schnell warm, der Drink verwässert.
- Warmer Filler: Tonic oder Ginger Ale aus dem Schrank lassen das Eis schneller schmelzen und verlieren Kohlensäure.
- Kräftig rühren: Die Kohlensäure geht verloren. Sanft umrühren reicht, beim Gin Ginger musst du gar nicht rühren.
- Ginger Beer statt Ginger Ale: Der Drink wird deutlich schärfer. Das ist dann eher ein Gin Mule.
- Zitronensaft aus der Flasche: Die IBA verlangt für den Tom Collins frisch gepressten Saft.
Häufige Fragen
Welche Longdrinks gibt es mit Gin?
Die bekanntesten sind Gin Tonic, Tom Collins und Gin Ginger. Dazu kommen Drinks wie John Collins, Gin Fizz und Gin Mule.
Welches Mischverhältnis für Gin-Longdrinks?
Für Gin Tonic und Gin Ginger nennt Fever-Tree 5 cl Gin auf 15 cl Filler, also 1:3. Andere Hersteller liegen beim Gin Tonic zwischen 1:2 und 1:4.
Was ist der Unterschied zwischen Tom Collins und Gin Tonic?
Der Gin Tonic besteht nur aus Gin und Tonic Water. Der Tom Collins kommt mit Zitronensaft, Zuckersirup und Soda und wird mit Old Tom Gin gemixt.
Ginger Ale oder Ginger Beer zum Gin?
Für den Gin Ginger nimmst du Ginger Ale. Mit Ginger Beer, Limette und Minze wird daraus ein Gin Mule, ein eigener Drink.
Mehr Klassiker findest du in der Übersicht Longdrinks: die Klassiker mit Rezept und Mischverhältnis und unter allen Rezepten.