Gin Tonic: Rezept, Mischverhältnis und das richtige Tonic

Unser Gin Tonic: 5 cl Gin und 15 cl Tonic Water im Verhältnis 1:3 nach Fever-Tree, im Highball mit viel Eis und einer Limettenspalte. Dazu: welche Verhältnisse andere Hersteller nennen und welches Tonic zu deinem Gin passt.

Menge
1 Glas
Glas
Highball
Zutaten
4
Alkohol
mit Alkohol

Mischverhältnis 1 : 3 + Limette

Von

Aktualisiert

Zutaten

  • 5 clGinDry Gin
  • 15 clTonic WaterIndian Tonic, gut gekühlt
  • Glas vollEiswürfelgroße Würfel
  • 1 SpalteLimette

Du brauchst: Highball

Zubereitung

  1. Ein Highball-Glas bis oben mit großen Eiswürfeln füllen.

  2. Den Gin über das Eis gießen.

  3. Das gut gekühlte Tonic Water langsam dazugießen und einmal sanft umrühren. Optionaler Tipp: Gießt du das Tonic am Barlöffel entlang, schäumt es weniger auf.

  4. Mit einer Limettenspalte garnieren (unsere Wahl; Zitrone oder eine Zitrusschale sind ebenso üblich).

Ein Gin Tonic hat nur zwei Zutaten, deshalb entscheidet das Verhältnis. Unser Rezept folgt dem Tonic-Hersteller Fever-Tree: 50 ml Gin auf 150 ml Tonic Water, also ein Teil Gin zu drei Teilen Tonic, im Highball mit so viel Eis, wie hineinpasst. Das ist eine von mehreren belegten Varianten, nicht das einzig richtige Verhältnis.

Das Mischverhältnis: von 1:2 bis 1:4

Ein allgemeingültiges Rezept gibt es nicht. Diese drei Hersteller nennen unterschiedliche Verhältnisse, jeweils mit 50 ml Gin (Thomas Henry nennt 40 ml Gin und füllt mit Tonic auf):

Quelle Gin Tonic Verhältnis
Bombay Sapphire 50 ml 100 ml 1:2
Fever-Tree 50 ml 150 ml 1:3
Tanqueray (Diageo) 50 ml 200 ml 1:4

Wir haben uns für 1:3 entschieden, weil es zwischen den Angaben der Hersteller liegt. Welches Verhältnis am besten schmeckt, hängt vom Gin, vom Tonic Water und von deinen Vorlieben ab. Wer den Gin deutlicher schmecken will, geht Richtung 1:2; wer es leichter mag, Richtung 1:4. Die Mengen für mehrere Gläser rechnet dir der Portionsrechner in der Zutatenliste aus.

Das richtige Tonic

Tonic Water ist eine leicht bitter schmeckende Limonade mit Kohlensäure und Chinin. Die Hersteller bieten verschiedene Richtungen an, die den Drink deutlich verändern:

  • Indian Tonic: der Klassiker, bitter durch Chinin und mit Zitrusnoten. Passt zu klassischem Dry Gin mit viel Wacholder.
  • Mediterranes Tonic: mit Kräutern wie Rosmarin und Zitronenthymian (so beschreibt Fever-Tree sein Mediterranean Tonic), etwas milder. Passt zu kräuterbetonten Gins.
  • Light, Dry oder Zero: weniger süß oder ohne Zucker, Zero-Varianten mit Süßstoffen. Der Drink wird trockener.
  • Aromatisches Tonic: mit zusätzlichen Bitterstoffen, etwa Angosturarinde. Verändert Farbe und Geschmack deutlich.

Mehr zu Sorten, Zuckergehalt und Chinin steht im Ratgeber Tonic Water: Sorten, Unterschiede und Chinin.

Glas und Eis

Fever-Tree, Tanqueray und Thomas Henry nennen das Highball-Glas, Bombay Sapphire das Ballonglas, auch Copa genannt. Beide funktionieren. Wichtiger ist das Eis: Fever-Tree füllt das Glas bis oben mit großen Eiswürfeln. Viel Eis hält den Drink kalt und schmilzt langsamer als wenige Würfel.

Limette oder Zitrone?

Die Quellen sind sich nicht einig: Tanqueray und Bombay Sapphire nehmen Limette, Thomas Henry eine Zitronenzeste, und Fever-Tree nennt auf derselben Seite eine Zitronenspalte und eine Limettenzeste. Limette macht den Drink frischer und herber, Zitrone etwas weicher. Unser Rezept verwendet eine Limettenspalte. Das ist unsere Wahl, nicht die einzig richtige: Zitronenspalte, Zitronen- oder Limettenzeste sind ebenso üblich.

Häufige Fehler

  • Zu wenig Eis: Ein halb gefülltes Glas wird schnell warm und der Drink verwässert.
  • Warmes Tonic: Tonic aus dem Schrank schmilzt das Eis und verliert schneller seine Kohlensäure. Tonic gehört in den Kühlschrank.
  • Offene Flasche: Tonic aus einer schon länger offenen Flasche schmeckt flach. Kleine Flaschen sind praktischer.
  • Tonic schnell hineinkippen oder kräftig rühren: Beides treibt Kohlensäure aus. Das Tonic langsam eingießen und einmal sanft umrühren genügt.

Was ist eigentlich Gin?

Gin ist eine Spirituose, die mit Wacholderbeeren aromatisiert wird. In der EU muss Gin nach der Spirituosenverordnung (EU) 2019/787 mindestens 37,5 % vol haben; das gilt auch für destillierten Gin und London Gin. Für den Gin Tonic eignet sich ein Dry Gin: Die Rezepte von Fever-Tree, Tanqueray und Thomas Henry nennen Dry beziehungsweise London Dry Gin.

Alkoholfreie Variante

Ersetze den Gin durch eine alkoholfreie Gin-Alternative. Starte mit 1:3 und passe nach Geschmack an, weil alkoholfreie Alternativen unterschiedlich kräftig schmecken.

Herkunft

Laut Saveur gehörten britische Offiziere im kolonialen Indien, die Chinin gegen Malaria einnahmen, zu den ersten, die Tonic mischten. Der Gin Tonic als Mixgetränk folgte daraus. Wie sich das Tonic Water selbst entwickelt hat, steht im Ratgeber Tonic Water.

Häufige Fragen

Welches Mischverhältnis hat ein Gin Tonic?

Unser Rezept nutzt 1:3 nach Fever-Tree, also 5 cl Gin und 15 cl Tonic. Die Hersteller nennen Verhältnisse von 1:2 bis 1:4; ein einzig richtiges Verhältnis gibt es nicht.

Wie viel Gin kommt in einen Gin Tonic?

Die Rezepte von Fever-Tree, Tanqueray und Bombay Sapphire nennen jeweils 50 ml, also 5 cl Gin.

Welches Glas für Gin Tonic?

Ein Highball-Glas oder ein Ballonglas (Copa). Entscheidend ist, dass genug Eis hineinpasst.

Warum schmeckt Tonic Water bitter?

Durch Chinin. Es ist der typische Bitterstoff im Tonic Water. Schwangeren rät das Bundesinstitut für Risikobewertung, vorsorglich auf chininhaltige Getränke zu verzichten.

Limette oder Zitrone im Gin Tonic?

Beides ist üblich. Limette ist herber, Zitrone weicher. Tanqueray und Bombay Sapphire nennen Limette, Thomas Henry eine Zitronenzeste. Wir verwenden eine Limettenspalte.

Mehr Klassiker findest du in der Übersicht Longdrinks: die Klassiker mit Rezept und Mischverhältnis und unter allen Rezepten. Ebenfalls mit Gin: der Tom Collins und der Gin Ginger. Was die Gin-Longdrinks unterscheidet, steht im Vergleich Longdrinks mit Gin.

Quellen

Fachlich geprüft am 18. Oktober 2026.

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